Im Januar 2008 wurde eine statistische Untersuchung zur Ausübung der Glücksspiele in Belgien durchgeführt. Diese Untersuchung wurde im April durch das CRIOC(Centre de Recherche et d’Information des Organisations de Consommateurs) veröffentlicht.
Aus dieser Untersuchung gehen zwei wichtige Elemente hervor:
85% der belgischen Spieler haben angegeben, dass sie die Spiele der Rubellose und des Lottos bevorzugen. Es wurde festgestellt, dass sich infolge der Krise die Rubellose stark entwickelt haben, sowohl bei der Präferenz als auch beim Volumen des Spiels. Die traditionelle Lotterie bleibt stabil.
Poker ist nur zu 4% das bevorzugte Spiel der Belgier. Man muss jedoch dazu sagen, dass online Poker in Belgien bis zur Liberalisierung, die demnächst erwartet wird, verboten bleibt. In der Tat legte der Staatssekretär Carl Devlies dem Ministerrat einen Gesetzesentwurf vor, der darauf abzielt Lizenzen zu erstellen, die es den Betreibern ermöglicht, ihre Dienste für Online-Glücksspiele anzubieten. Die Spielbetreiber, die auf der schwarzen Listen stehen, werden zum Inhalt dieses Verbots. Die gesendete Mitteilung an die Internetanbieter, die dazu auffordert den Zugang zu sittenwidrigen Seiten in Belgien zu blockieren, wird ebenfalls erwähnt.
Es handelt sich mutmaßlich um ein Gesetz, welches vergleichbar mit dem sich in Erarbeitung befindenden Gesetz in Frankreich ist, das ab 1. Januar 2010 Anwendung finden wird.
Dennoch wird, trotz der niedrigen Zahlen im Bereich der bevorzugten Spiele unter den Spielern, Poker mit Geld zu 27% gespielt. Es zeigt sich daher auch eine Explosion der Ausübung von online Poker, da 2007 nur 17% der Spieler angaben online Poker zu spielen. Das CRIOC schätzt die Zahl der Pokerspieler in Belgien auf knapp 400 000 Personen.
Das CRIOC schätzt die Zahl der Spieler, die an online Sportwetten teilnehmen auf 300 000, und die gleiche Entwicklung, wie bei den Sportwetten, wurde auch bei den online Casinos festgestellt. Nur 1% der Belgier bestätigten, dass sie die Sportwetten unter den Glücksspielen bevorzugen. Aber in beiden Bereichen hat sich der Prozentsatz der Spieler, die diese Aktivität praktizieren verdoppelt und erreichte 21%.
Insgesamt geben sich die Belgier mehr und mehr den Onlinespielen hin, aber ziehen im Moment noch die traditionellen Spiele (Rubellose, Lotto) den Glücksspielen (Poker, Kasino, Wetten) vor.
Letztendlich ist das hervorstechende Element in dieser Untersuchung, die Explosion der gesetzten Beträge. Die Zahl der Spieler ist relativ stabil (+3%), aber die gesetzten Beträge explodieren: im Durchschnitt geben die Spieler an, dass sie 46,8 € im Monat ausgeben, 2,6 mal mehr als im Jahr 2007 (18,1)!
All das lässt darauf schließen, dass die Onlinespiele trotz der Krise eine gute Zukunft in Belgien vor sich haben.
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